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Warum man auf automatisiertes Crossposting verzichten sollte.

Crossposting bezeichnet das Posten des gleichen oder gar desselben Inhalts auf verschiedenen Plattformen.

Natürlich kann es sinnvoll sein, seinen Blogbeitrag, sein Bild, seine neuste Referenz oder einfach seine Gedanken auf mehr als einer Plattform zur Verfügung zu stellen. Und ja, es ist nervig, ein Bild bei Facebook hochzuladen, dann bei Twitter, bei Instagram, bei Pinterest, bei…. ach – die Möglichkeiten sind vielfältig.

Nervig für den, der es erstellt.

Nervig für denjenigen, der es liest – und den man ja irgendwie erreichen will – ist das automatische Crossposting.

3 Gründe, warum automatisiertes Crossposting nervt:

  1. Verschiedene Plattformen haben unterschiedliche Nutzerzusammensetzungen. Verschiedene Nutzergruppen bedürfen in aller Regel eine unterschiedliche Ansprache (Ich Duze auf Twitter, ich Sieze auf Xing, ich schreibe Englisch auf Instagram und entscheide spontan auf Facebook…) und sie haben oft auch unterschiedliche Erwartungshaltungen (Auf Twitter reicht schon mal nur Text, bei Facebook darf es ein Video sein oder wenigstens ein Bild, bei Instagram sollte es ein cooles Bild sein, bei Pinterest etwas mehr Kontext).
    Außerdem sind die Aktivitätszeiten sehr unterschiedlich. Ein Post, der auf Twitter um 8h morgens funktioniert, kann bei Instagram ins Leere laufen.
  2. Man verbindet sich über mehrere Plattformen mit einer Person oder einem Unternehmen: Folge ich auf Facebook, Twitter und Instagram und bekomme überall genau dasselbe Bild mit genau dem selben Text zu sehen, fühle ich mich ein wenig wie in einer Endlosschleife.
  3. Die Art und Weise, wie etwas verknüpft wird, unterscheidet sich von Plattform zu Plattform: Bei Facebook setzt man auf Links oder die Verlinkung von Personen, aber niemals auf Hashtags. Bei Instagram setzt man auf Hashtags (VIELE Hashtags), bei Twitter dürfen es ein oder zwei Hashtags sein (aber nicht VIELE), aber möglichst keine ausgehenden Links. Wenn ich also meinen hashtagüberladenen Instagrampost direkt in die Facebook-Timeline meiner Fans knalle, stehen da auch ganz viele Hashtags, mit denen bei Facebook niemand etwas anfangen kann, die einfach nur nerven und das Gesamtbild stören. Je nach Art des verwendeten Tools kann ich meine Facebook-Posts bei Twitter veröffentlichen 140 Zeichen davon zumindest. Inkl. einem fb.me – Link zum Originalpost, der deutlich zeigt „Eigentlich hatte ich den Twitterfollowern nix zu sagen, geht gefälligst zu Facebook.“ Das Ganze funktioniert in jede beliebige Richtung und letzten Endes steht:

Irgendwie bleibt immer der fade Beigeschmack, dass ich zwar die Inhalte aufnehmen soll, man sich aber nicht die Mühe machen wollte, sie mir ansprechend zu präsentieren.

Automatisiertes Crossposting ist wie eine Dose Ravioli: Kann man mal machen – aber auf Dauer ist das nix und wenn wir ehrlich sind, sind die handgemachten und mit echten Zutaten gefüllten doch irgendwie besser.

Macht euch die Mühe, euch mit euren Kunden und Zielgruppen auseinander zu setzen. Mit den Plattformen, ihren demografischen Zusammensetzungen und Nutzungszeiten. Dann – und nur dann – erreicht ihr die maximale Reichweite.

Seid der Sniper, der punktgenau auf eure Kunden zielt – nicht der Jäger mit dem Schrotgewehr, der in den Himmel schießt und auf einen Elch hofft.

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