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America first? Nö! Mobile first!

Schrecklich, oder? Selbst hier kommt man nicht um die Slogans des neuen amerikanischen Präsidenten herum. America first propagiert er vehement. Aber allein ist er damit nicht – denn völlig unabhängig von der Trump-Machtmaschine, setzt ein anderer amerikanischer Konzern quasi die Daumenschrauben an: Google.

In den letzten Jahren drehte sich bei Google vieles um das Thema „Content“. Seit spätestens 2015 ist aber auch klar: Google zwingt Websitebetreiber (zumindest diejenigen, die wollen, das ihre Websites gefunden werden), ihre Inhalte in einer geeigneten Form auch für mobile Endgeräte (Smartphones, Tablets) zur Verfügung zu stellen.
Zwei große Roll-outs (Änderungen der Algorithmen zum Ranking in den Suchergebnissen) gab es bereits (2015 & 2016). Selbst in lokaler Presse fanden diese großen Änderungen Berücksichtigung und wurde so nett „Mobilegeddon“ getauft, weil plötzlich die Suchergebnisse massiv durchgewirbelt wurden.

Etwas ähnliches wird 2017 passieren. Denn Google hat angekündigt, dass ab sofort gilt: „Mobile first“ (Zur Google-Ankündigung).

Was bedeutet „mobile first“?

Um eine Website bei Google vernünftig zu platzieren, braucht es einen bunten Strauß an technischen und inhaltlichen Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen. Bisher war es so, dass Google zwei verschiedene Indizies geführt hat: Für Desktop-Suchen und mobile Anfragen.
Das wird sich nun zunehmend ändern. Google will ab 2017 mobile Inhalte priorisieren und für die Indexierung von Seiten nutzen bzw. nach und nach auf den bereits existierenden mobilen Index umschalten (bisher war es so, dass man auf einem Smartphone andere, nämlich idR mobil-taugliche Websites angezeigt bekam, nicht „mobile friendly“-Seiten, aber am Rechner durchaus trotzdem gute Platzierungen erreichen konnten.)

Im Klartext: Das, was auf dem Handy zu sehen und zu bedienen ist, kommt in die Suchergebnisse.
Gelitten haben nun alle, die entweder gar keine „mobile friendly“ Website haben – oder aber mobil auf manche Inhalte verzichten. Wer bis zum jetzigen Zeitpunkt keine vollständig responsive Website hat (also eine, die sich an jede Bildschirmgröße anpasst und ohne lästiges Wischen, Schieben und Zoomen bedien- und lesbar ist), der hat es 2017 schwer.

Warum setzt Google auf den mobilen Index?

Mehr als die Hälfte aller Suchanfragen an Google kommen von Smartphones und aktuell scheint der Trend genau dorthin sich auch nicht zu verlangsamen. Nun ist es so, dass eine Website, die mobil bedienbar ist, es in aller Regel auch am Computer ist. Andersherum ist das jedoch nicht zwingend so. Insofern ist es durchaus sinnvoll, auf den mobilen Index zu setzen.

Abgesehen davon ist es heute einfach nicht mehr nötig, auf mobil abgespeckte Inhalte zu setzen. Aktuelle Technik macht es durchaus möglich, mehr als nur Text mobil in einer vertretbaren Zeit laden zu lassen.

Womit wir dann direkt bei einem der zweiten wichtigen SEO-Themen 2017 wären: Geschwindigkeit. Wer einem Smartphonenutzer zumutet, 5 MB große Bilder laden zu müssen, der hat ebenfalls schlechte Karten. Dazu und zu den weiteren SEO-Rankingfaktoren, die 2017 eine Rolle spielen werden, gibt es dann demnächst an dieser Stelle mehr.

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