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Verschlüsselung als Ranking-Faktor

Werden auf einer Website Daten über ein Formular gesammelt, so ist die SSL-Verschlüsselung seit Anfang des Jahres Pflicht. „Pflicht“ meint hier, dass es eine Gesetzesgrundlage dafür gibt und jedem, der sich nicht daran hält, empfindliche Bußgelder drohen. Da sich aber eine „das trifft mich schon nicht“ – Mentalität breit macht, was die immer wieder neuen Anforderungen an Websites durch den Gesetzgeber betrifft, beleuchten wir das Thema hier mal von einer anderen Seite.

Google will SSL-Verschlüsselung

Nicht nur die aktuelle Gesetzeslage schreibt die Verschlüsselung in bestimmten Fällen vor – auch Google will es so.

Da wäre zunächst das Offensichtliche:

Der Google-Browser Chrome, kennzeichnet seit Januar 2017  Seiten ohne SSL – Verschlüsselung deutlich.

Außerdem warnt er Nutzer vor der Eingabe von Daten in nicht verschlüsselte Formulare. Überall dort, wo Nutzerdaten abgefragt werden, Passwörter eingegeben werden oder eine Bestellung durchgeführt wird.

Google Chrome Anzeige einer Seite mit Verschlüsselung
Google Chrome Anzeige einer Seite ohne Verschlüsselung
Google Chrome Anzeige einer Seite ohne Verschlüsselung

Und auch der beliebte Modzilla Firefox hat nachgezogen.

Firefox Anzeige einer Seite mit Verschlüsselung
Firefox Anzeige einer Seite mit Verschlüsselung
Firefox Anzeige einer Seite ohne Verschlüsselung
Firefox Anzeige einer Seite ohne Verschlüsselung

Besucher einer Website bekommen also angezeigt: Diese Seite ist nicht sicher.

Wer möchte diesen Eindruck schon bei seinen Besuchern hinterlassen?

Verschlüsselung als Ranking-Faktor

Darüber hinaus wirkt sich eine SSL-Verschlüsselung auch auf das eigene Ranking bei Google. Seit 2014 wird die Verschlüsselung als Ranking-Faktor eingesetzt und nimmt an Bedeutung zu.

Wen also im schlimmsten Falle die „Geldbuße vonbis zu 50.000,- EUR je Verstoß“ (§16 Abs. 3 TMG) nicht interessiert, der stört sich vielleicht wenigstens daran, dass er künftig zum einen schlechter über Google gefunden wird und durch den Browser öffentlich an den Pranger gestellt wird.

Wer also doch auf eine Verschlüsselung umsteigen möchte, darf sich gerne melden 🙂

Links zu weiterführenden Infos:

HTTPS as a ranking signal (Google Websmaster Central Blog)

HTTPS Ranking-Faktor Update (Sistrix)

Bußgeld für Kontaktformulare ohne Verschlüsselung

 

Published inBlogNews

2 Comments

  1. Es geht ja sogar noch weiter. Es ist ja nicht nur die Adresszeile, die die mit einem kleinen Balken gekennzeichnet wird. Die ganze Website ist schlichtweg nicht, wenn das SSL-Zertifikat nicht für alle Bereiche gültig ist. Dann gibt es das hier zu lesen: „Diese Verbindung ist nicht sicher. Der Inhaber von beispielseite.de hat die Website nicht richtig konfiguriert. Firefox hat keine Verbindung mit dieser Website aufgebaut, um Ihre Informationen vor Diebstahl zu schützen.“
    Nicht einmal eine ausgegraute Vorschau auf die Seite gibt es dann. Erst wenn der User die eigenen Konfigurationen ändert (aber wer will das schon??), kann man die Seite besuchen. Ich würde sagen, dann kann man sich die Website auch ganz sparen und Flyer verteilen.

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