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*Bling*: Sie haben Spam!

Mitte 2015 war es eine kleine Sensation: Erstmals seit über einem Jahrzehnt wurden weniger Spammail als echte Mails versendet.

Doch dieser Trend war nur von kurzer Dauer. Für das 2. Halbjahr meldeten Freemail-Anbieter unter dem Dach der 1&1 einen erneuten Anstieg von Spam-Nachrichten: über 54% der versendeten Mails waren Spam.

Je nachdem, wo und in welcher Form die Mailadresse im Internet hinterlegt oder sichtbar ist, schwankt der Anteil imindividuellen Fall natürlich extrem. Auf einer privaten, selten genutzten, aber in einem Blog sichtbaren Mailadresse ist das Verhältnis von echten zu Spammails bei mir z.B. eher 1 : 10.

Die Möglichkeiten dagegen vorzugehen, sind für die Mailnutzer eher beschränkt. Virenscanner und Mailprogramme versuchen, Spam-Mails zu erkennen und zu filtern. Aber wie bei jedem Filter ist das Problem: Wie fein stellt man ihn ein?

Spam-Filter helfen… manchmal.

Filtert er zu viel (manche Anbieter blocken gleich ganze Domains, von denen viel Spam versendet wird – z.B. verschiedene Freemail – Anbieter), landen auch Mails im Spam, die man eigentlich gerne bekommen hätte. Filtert man zu wenig, landen wieder mehr unerwünschte Mails im Posteingang.

Gehackte Webseiten als Spamversender

Auch die Verbreitung von Content Management Systemen befördert die Spamflut: Viele Systeme haben die Möglichkeit via PHP Mails zu versenden (z.B. an im System registrierte User, Newsletterversand etc.) – werden die Systeme nicht regelmäßig und zügig gewartet, können diese Mailfunktionen gekapert werden: Im Namen der „Fa. Müller, Meier, Schulz“ werden dann Mails versendet. Teilweise „nur“ Werbung, teilweise aber auch gefälschte Rechnungen, Phishingmails, Trojaner und und und…

Smartphones als Sicherheitslücke

Während die meisten am Rechner daheim oder im Büro dann noch einen sinnvollen Virenschutz installiert haben, der Angriffe abwehrt, haben viele auf dem Smartphone eben keinen Virenscanner installiert, sehr wohl aber ein Mailprogramm. Das macht es Angreifern leicht, doch mal Erfolg zu haben. Und es reicht ja schon, wenn von 10.000 versendeten Mails ein einziges weiteres Gerät infiziert werden kann, über das dann weitergespammt wird.

Spam ist, wenn nicht schädlich, störend

Im Geschäftsleben wird die Spamflut zumindest zum Ärgernis. Nicht nur, dass man jede Mail mit einer Rechnung erstmal genau prüfen muss (bzw. Gefahr läuft, dass die eigenen, per Mail versendeten Mails im Spamordner landen), auch ist es so, dass Spammails Zeitfresser sind.

Egal ob man sie nun selbst löscht oder regelmäßig den Spamordner checken muss, um zu prüfen, ob nicht doch eine echte Mail vom Filter falsch wegsortiert wurde: Es ist lästig.

Tun kann man dennoch selbst aktuell nur wenig. Eine Option wäre, eine stark mit Spam belastete Mail-Adresse „abzuschalten“ – doch das gestaltet sich im Geschäftsleben nicht immer einfach: Schließlich ist die [email protected], [email protected] oder [email protected] – Mailadresse ja auch bei Geschäftspartnern und Kunden im Umlauf.

Auch wenn es unbefriedigend ist: Wie bei einem Sturm gilt es: Sichern (Betriebssystem-Updates, Virenscannerupdates, CMS-Updates), was nicht niet- und nagelfest ist und abwarten, bis sich der Sturm wieder legt.

Published inBlogNews

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