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#bcbn18 Barcamp Bonn 2018 – Aus der Sicht eines Schülers

Mein erstes Barcamp – wie ich es erlebt habe.

Am Freitag, den 23.02 war Barcamp in Bonn und für mich das erste Mal überhaupt, dass ich ein Barcamp besucht habe.

Als Schülerpraktikant auf solch eine Veranstaltung mitgenommen zu werden ist echt cool. Meine Erwartungen an das Barcamp waren, dass es anfangs recht chaotisch wird und dann viele interessante Sessions folgen. Die Anreise war sehr angenehm, da wir nicht viel Verkehr hatten und am wunderbaren Rhein entlang fuhren.

So gegen 10 Uhr in Bonn mit leerem Magen angekommen wurde dann erstmal ein Lunchpaket geplündert, damit man auch erfolgreich in die Vorstellungsrunde und die Sessionplanung starten kann.

Um 11 Uhr startete dann die Vorstellungsrunde, wie es wahrscheinlich allen ging, konnte auch ich mir nur die ersten drei Namen merken, welche ich allerdings nachdem die nächsten drei genannt wurden, bereits schon wieder komplett vergessen hatte. Amüsant war die Vorstellungsrunde meines Erachtens nach trotzdem gewesen.

Mittagessen! Was gabs, wie wars?

Als diese dann zu Ende war gab es endlich Mittagsessen, welches ziemlich katastrophal ablief, da es nur an einer einzigen Seite etwas zu Essen gab. Zum Glück waren wir schnell genug am Büffet gewesen und mussten somit nicht lange warten bis wir uns etwas holen konnten. Mein Beileid an alle die bestimmt 20 Minuten warten mussten. Zu Essen gab es dann Lasagne, Nudeln, Tomatensauce, Hähnchenstreifen in Tomatensauce, Obst und Salat. Das Essen hat gut geschmeckt und genug für jeden war es auch.

Barcamp Start

Die Sessions

Mit vollem Magen ging es dann in die erste Session. Hip Hop und die deutsche Bildungs- und Integrationspolitik. Sascha Verlan, welcher die Session hielt erzählte uns etwas darüber wie sich Hip Hop auf die Bildung und die Integration auswirkt. Es war sehr interessant einige Hintergrundinformationen zu erhalten welche ein einfacher Hip Hop Hörer gar nicht erst weiß.

Eine kurze Pause und dann ging es auch schon in die zweite Session wo uns Uta Eichborn die Lernmethode Scrum vorstellte. Mir als Schüler hat diese Methode sehr gut gefallen und ich finde es super, dass es Lehrer gibt welche sich so engagiert dafür einsetzen eine Methode zu erarbeiten um den Schülern das Lernen zu vereinfachen. Scrum ist eine Lernmethode in der man in einer Gruppe arbeitet und sich jede Kleinigkeit als einzelne Aufgabe setzt und diese dann in drei Spalten einordnen kann, in die To-Do, die Doing oder in die Done. Am Anfang jeder Stunde wird dann ein kurzes Daily Standup gehalten, in dem erzählt wird was bereits gemacht wurde, wo es Schwierigkeiten gab und was noch geplant ist. Außerdem setzen die Lehrer sogenannte Sprints, welche vorgeben bis wann bestimmte Aufgaben erledigt sein müssen. Solch eine Lernmethode würde ich an meiner Schule sehr begrüßen, allerdings glaube ich das diese Methode erst eingeführt wird, wenn ich dann schon mit der Schule fertig bin, so wie mit allen Neuheiten die man gerne hätte.

Als nächstes besuchte ich die Session Bildung ohne Schule welche für mich als Schüler natürlich sehr interessant sein müsste. Schlau wurde ich aus dieser Session eher weniger und das Konzept dahinter verstand ich auch nicht wirklich. Auf die Frage, wie es geschafft wurde das man seine Kinder nicht in die Schule schicken muss, konnte einem allerdings auch nicht geantwortet werden. Außerdem verstand ich es so, dass sie ihren Kindern immer nur einfach die Möglichkeit gab selber zu entscheiden und ihnen nichts vorschrieb. Entweder war es so gewollt, dass man in dieser Session einfach nur Fragen stellen konnte oder es war einfach nur nicht so gut geplant. Persönlich kann ich nur dazu sagen, dass auch wenn man sich manchmal wünscht nicht in die Schule gehen zu müssen, gehe ich dann doch lieber in die Schule.

Die letzte Session für mich an diesem Tag war die von Almut Schneering und Sascha Verlan, in der es um die Rosa-Hellblau-Falle in Schulbüchern und im Marketing ging. Es war echt krass zu sehen wie stark das Gendermarketing verbreitet ist. Bevor ich diese Session besucht habe, wusste ich noch gar nichts über dieses Thema. Wie manche Firmen für ihre Produkte werben ist ziemlich peinlich. Ein Mädchen sollte alles machen können ohne dafür komisch angeschaut zu werden und ein Junge ebenso.

Vielen Dank an alle die eine Session gehalten haben.

Abschließend kann ich sagen das alle Sessions sehr interessant waren und meine Erwartungen an das Barcamp völlig erfüllt wurden. Vielen Dank an diejenigen deren Sessions ich besucht habe, hat mir alles sehr gefallen.

Werde hoffentlich, wenn es zeitlich klappen wird, beim Barcamp 2019 in Bonn wieder dabei sein.

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